Auf Tour - Mit dem Fahrrad zum Nordkap und weiter nach Tarifa

Reisebericht einer Fahrradreise quer durch Europa

Weitere Ausrüstung

Radtaschen:
Das volle Programm von MSX (2 x hinten, 2 x vorn, 1 x Lenkertasche).

Die Erfahrung: gemischt. Noch vor der Vollendung der ersten 100m (ungelogen und ohne Übertreibung) löste sich eine Niete, die die Plastikhalterung mit der Tasche verbindet. Eine Schraube samt Mutter behob dieses Problem zuverlässig. Seit dem halten sie zwar gut am Träger und sie sind auch bei stärkerem Regen wasserdicht, trotzdem darf so etwas einfach nicht passieren. Schaue ich aber auf die Ortlieb-Preise… ja, ich würde wieder MSX kaufen.

Zelt:
Bisher war ich auf Solo-Tour immer mit einem 50-Euro Nordisk Zelt unterwegs. Ich war damit nicht unzufrieden, allerdings hatte es auch nie eine echte Bewährungsprobe zu bestehen. Eine 6-Monats-Tour wollte ich ihm nicht zumuten.

Darüber hinaus erstreckte sich mein Zelt-Vorrat noch über ein Jack-Wolfskin Targa 2 RT. Von der Form her kein schlechter Schnitt, nur leider brach mir bei einer Radtour 2005 ein Stangensegment nach dem anderen. “Kein Jack Wolfskin Zelt mehr” habe ich für mich entschieden, obwohl ich aufgrund dieses Einzelfalles nicht sagen will, dass alle JW Zelte schlecht sind. Für diese Tour kam es eh nicht in Frage, schließlich ist es ein 2-Personen Zelt und wiegt mir mit 4 kg einfach zuviel.

Als Ersatz für das JW kaufte ich mir damals ein Micra Base von Salewa. Mit dem bin ich bis auf die unbrauchbare Aufbauanleitung (manchmal wundert man sich wirklich was ein renommierter Hersteller sich beizulegen traut) und den etwas umständlichen Aufbau recht zufrieden. Es gelingt mir nur leider nicht, das Zelt halbwegs faltenfrei und “schön” aufzustellen, was manchmal zu Wassersäcken auf der Außenhaut führt.

Nass geworden bin ich aber noch in keinem der drei genannten Zelte. Leider ist auch das Salewa nur für 2-Personen-Touren brauchbar, es ist ähnlich schwer wie das JW.

Meine Hoffnung für die kommende Tour liegt nun auf einem Wechsel Pathfinder. Es bleibt unter der 2 kg Grenze und ist durch die geodätische Bauform hoffentlich sehr windstabil - unter Beweis stellen muss es das allerdings noch.

Eine Liste der (bisher nur durch Trockenübungen festgestellten) Vor- und Nachteile:

+ (hoffentlich) windstabil durch geringe Höhe und geodätische Bauform
+ leicht
+ freistehend ohne Heringe (bei guten Windverhältnissen und felsigem Boden ganz hilfreich)
+ äußerst leichter und schneller Aufbau
+ Innenzelt kann in warmen Nächten ohne Außenzelt als Moskitoschutz aufgestellt werden (und dank des genialen Clip-Systems des Außenzeltes dauert es keine Minute bis aus dem Innenzelt ein Zelt mit Außenhaut wird)
+ große Öffnung (leichter Einstieg und schöner Ausblick)
+ brauchbare Apsis

- aufrechtes Sitzen aufgrund der geringen Höhe nicht möglich, dürfte auch für kleinere Menschen sehr knapp werden
- Länge von deutlich mehr als 2 m ist nicht voll nutzbar, da das Innenzelt im Kopfbereich stark abfällt - für meine 1,85 m reicht es aber noch gut

Schlafsack:
Ich habe einen Schlafsack von Carinthia. Im Großen und Ganzen ist er OK.

Gefroren habe ich bei 5°C noch nicht. Der Wärmekragen ist eine wirklich nützliche Hilfe in kalten Nächten.

Was aber furchtbar nervt, ist der sich ständig verklemmende Reißverschluss. Man muss aufpassen wie ein Luchs, um nicht nach 10 cm öffnen/schließen die Außenhaut zwischen den Zähnen des Zippers zu haben.

Ich glaube, dass bei Schlafsäcken anderer Hersteller hierfür eine bessere Lösung gefunden wurde.

Kocher und Isomatte:
Wie das zusammen passt? Ganz einfach: Es gibt bei beidem nicht viel zu sagen.

Kocher habe ich keinen dabei, ich lebe “aus dem Supermarkt”.

Meine Isomatte ist eine billige Schaumstoffmatte, weil mir die Aufblasbaren zu teuer, zu schwer und zu anfällig gegen Löcher sind.