Auf Tour - Mit dem Fahrrad zum Nordkap und weiter nach Tarifa

Reisebericht einer Fahrradreise quer durch Europa


Inari - 68 km - 3376 km

Kaum hatte ich das Skigebiet und die “Hoehenlage” wieder verlassen, war der Baumbestand wieder dichter und die Baeume zeigten einen normaleren Wuchs.
Die dann folgende Strasse zwischen Ivalo und Inari gehoerte zum landschaftlich Reizvollsten, das ich je beradelt habe. Immer wieder faehrt man auf einer Art Damm durch einen See oder zumindest so nahe am Wasser, dass “noch naeher” gleichzeitig nasse Fuesse bedeuten wuerde. Dazu kamen Rentiere am laufenden Band. So 150 Stueck habe ich heute bestimmt gesehen.
Das Wetter passte zur eher rauen Umgebung: kaum Sonne, aber auch nur selten fielen ein paar Regentropfen.

Der Inarisee ist recht schoen, wenngleich ich das von bisher fast jedem See in Finnland haette sagen koennen. Etwas enttaeuscht bin ich vom Campingplatz in Inari. Zelte werden abseits der Wohnwaegen und -mobile auf ein wenig attraktives, tiefergelegenes, somit aussichtsloses Stueck Wiese direkt an der Strasse ausgelagert. Aber auch fuer die bevorzugten motorisierten Gaeste bietet der Platz nicht die Aussicht, wie sie einige Parkplaetze der E75 aufweisen koennen. Ich kann nicht empfehlen diesen Platz anzufahren, es gibt wesentlich schoenere Alternativen. Leider habe ich dies erst bemerkt, nachdem ich mich angemeldet hatte.
Inari selbst bietet in meinen Augen auch nichts Erwaehnenswertes. Ein Lufttaxi mit einem Wasserflugzeug ist bisher noch die groesste Attraktion, die ich gesehen habe. Man muss wirklich wegen der Natur hier sein, ansonsten lohnt der Weg keinesfalls.

Ich habe mich entschieden, vor dem Nordkap das Oertchen Gamvik anzufahren.
Schon seit einigen Tagen ueberlege ich, ob ich von Honnigsvag mit der “Hurtigruten” nach Hammerfest fahren und von dort aus die Westkueste von Norwegen in Angriff nehmen soll. Alternativ koennte ich auch von Gamvik mit dem Schiff nach Honningsvag und dann mit dem Fahrrad nach Hammerfest fahren.
Jetzt muss ich aber erst entscheiden, wie ich nach Tana komme. Entweder direkt ueber die E75 oder mit einem kleinen Umweg an die Grenze zu Russland durch Neiden bei Kirkenes. Liest jemand mit der ortskundig ist? Ich freue mich ueber jede Empfehlung.

Bild aufgenommen am
22.07.2007, 15:17.
Viel Wasser und ebenso viele dunkle Wolken: so habe ich Lappland kennen gelernt.
 
 

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