Auf Tour - Mit dem Fahrrad zum Nordkap und weiter nach Tarifa

Reisebericht einer Fahrradreise quer durch Europa


Arnoe - 107 km

Geistig habe mit Schweden bereits abgeschlossen. Ich moechte das Land auf kuerzestem Weg verlassen. Nach einem weiteren Tag mit viel Regen muss ich einsehen, dass ich das, was Schweden zu bieten hat, auf dieser Tour nicht geniesen konnte und auch nicht mehr werde. In Deutschland war das schlechte Wetter nicht schlimm, es war nur als “Transitland” eingeplant. Schweden haette ich aber schon gerne von einer anderen Seite kennengelernt. Ich habe unzaehlige schoene Uebernachtungsplaetze ungenutzt gelassen, bin an vielen verlockenden Badeplaetzen nur vorbeigefahren und auch die wunderbare Aussicht des heutigen Campingplatzes auf einen nahen See wird von den vielen Einschlaegen des Regens auf der Wasseroberflaeche mehr als nur getruebt.

Wenn es klappt, werde ich morgen bis etwa Tumba fahren, dort uebernachten und am Montag nach Finnland uebersetzen.

Ich bin mir allerdings sicher, dass ich nicht das letzte mal mit dem Fahrrad in Schweden gewesen bin. Wenn das Wetter nicht in die Betrachtung eingeht, zaehlt es zu den besten Laendern fuer Radreisen, die ich je besucht habe. Freundliche Menschen, wenig Verkehr und eine gute Infrastruktur fuer Fahrräder sind gute Argumente fuer Schweden.

Da die gestrige Nacht nicht unbedingt als komfortabel bezeichnet werden kann und der Schlaf entsprechend flach ausfiel, werde ich den Aufenthaltsraum des Campingplatzes bald verlassen und mich in mein Zelt verabschieden.

Bild aufgenommen am
07.07.2007, 11:12.
Ein schöner Ausblick, wie man ihn in Schweden sehr oft hat. Durch das langsame Fahrrad-Tempo (wie in diesem Fall auch durch den Anstieg bedingt) kann man die Landschaft besonders ausgiebig genießen .
 
 

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